Event · Bern · 13. August 2026

534 von 1'969: Meine MoonSwatch ist in Bern gelandet

Manche Uhren kauft man einfach. Für diese musste ich zuerst eine ESTA bestehen, auf die Genehmigung warten und danach persönlich in Bern antreten.

Patrick zeigt seine MoonSwatch MISSION TO THE MOON 1969 im Swatch Store Bern
Abgeholt, angezogen, glücklich: meine MISSION TO THE MOON 1969, Nummer 534/1969.

Am 13. August 2026 durfte ich im Swatch Store Bern eine Uhr abholen, auf die ich mich tatsächlich schon beim Ausfüllen des Antrags gefreut hatte: die OMEGA x Swatch MISSION TO THE MOON 1969. Mein Exemplar trägt die Nummer 534 von 1'969.

Die Abholung war kein normaler Einkauf an der Ladentheke. Swatch hatte einen kleinen Anlass mit Apéro daraus gemacht und die Uhr wurde entsprechend präsentiert. Nach dem Auswahlverfahren davor war das ein ziemlich passender Abschluss.

Erst die Bewerbung, dann die Uhr

Bestellen konnte man diese MoonSwatch nicht einfach. Wer eine kaufen wollte, musste zuerst die Electronic Swatch Timepiece Application, kurz ESTA, ausfüllen. Der Name ist kein Zufall und lehnt sich ziemlich unverhohlen an die elektronische Reisegenehmigung für die USA an.

Beim Antrag musste bereits der gewünschte Store festgelegt werden. Für die 32 Fragen standen maximal zwei Stunden und 15 Minuten zur Verfügung. Die Multiple-Choice-Antworten mussten stimmen; offene Antworten wurden laut Swatch gegenüber Blick zusätzlich nach Kreativität und Originalität beurteilt. Auch die benötigte Zeit spielte eine Rolle.

Wer ausgewählt wurde, hatte danach 48 Stunden Zeit für den Onlinekauf. Abholen durfte man die Uhr nur persönlich im vorher gewählten Store. Für eine Swatch war das erstaunlich viel Administration. Offenbar kann sogar Vorfreude ein Formular brauchen.

Elf Gramm Gold und ziemlich viel 1969

Die Edition ist weltweit auf 1'969 individuell nummerierte Exemplare limitiert. Zifferblatt, Zeiger, Krone und Chronographendrücker bestehen aus insgesamt 11 Gramm 18-karätigem OMEGA Moonshine™ Gold. Laut Swatch wurde das Gold aus alten OMEGA-Ersatzteilen aus dem Jahr 1969 gewonnen.

Auch der Schweizer Preis von CHF 500 gehört zur Geschichte. Swatch orientierte sich dafür nach eigener Darstellung am Goldpreis vom 21. Juli 1969, nicht am heutigen Kurs. Das ist natürlich sauber inszeniertes Produkt-Storytelling. Bei einer Uhr, die mit Apollo 11, elf Gramm Gold und der Zahl 1969 arbeitet, ist es immerhin konsequent.

Gestalterisch nimmt die Uhr Details der goldenen OMEGA Speedmaster von 1969 auf: ein goldenes Zifferblatt, schwarze Elemente, eine schwarze Bioceramic-Lünette mit goldfarbener Tachymeterskala sowie historische Logos und Typografie.

Mehr als 600 Interessierte pro Uhr

Das Interesse war entsprechend gross. Ein Swatch-Sprecher nannte gegenüber Blick rund 1,2 Millionen ausgefüllte Bewerbungen. Auf 1'969 Uhren heruntergerechnet sind das mehr als 600 Interessierte pro Exemplar.

Ob meine Antworten besonders kreativ, besonders schnell oder einfach ausreichend passend waren, weiss ich nicht. Entscheidend war die Nachricht: ESTA approved. Danach war der Kurs Richtung Bern gesetzt.

Die Nummer 534 wartet in Bern

Im Store wurde die goldene Verpackung mit Handschuhen geöffnet, die Uhr übergeben und direkt angezogen. Genau dieser Moment macht die Geschichte für mich aus. Die Nummer 534/1969 ist nicht bloss irgendeine Produktvariante, die irgendwann in einem Paket angekommen ist. Ich habe mich darum beworben, wurde ausgewählt und konnte sie bei einem kleinen Event persönlich entgegennehmen.

Technisch bleibt sie eine MoonSwatch und will keine mechanische OMEGA Speedmaster ersetzen. Für mich verbindet sie aber gleich mehrere Dinge, die ich mag: Technik, eine gute Geschichte, ein klar begrenztes Sammlerstück und eine etwas nerdige Prozedur, die man nicht jeden Tag für den Kauf einer Uhr durchläuft.

Ob sie später einmal besonders gesucht sein wird, ist mir dabei ziemlich egal. Die 534/1969 hat ihren Platz in meiner Sammlung bereits gefunden.

Von der Übergabe bis zum Detail

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